Metallbelastungen

Schwermetalle

Schwermetalle sind in verschiedenen Verbindungen vorkommende Stoffe, die als Produkte aus der Natur oder Industrie in der Umwelt vorkommen. Einige dieser Schwermetalle sind in geringen Mengen essentiell für Flora, Fauna und den Menschen, während andere in gleicher Konzentration bereits toxische Wirkungen entfalten können.

 

Erhöhte Blei- und Quecksilberkonzentrationen im menschlichen Organismus können Ursache von schwerwiegenden bis hin zu chronischen Erkrankungen sein. Oftmals werden die Symptome nicht in Zusammenhang mit einer Schwermetallbelastung gebracht und daher wird die Ursache nicht behoben.

Caesium

Eine Caesium Belastung für den Menschen entsteht bzw. entstand hauptsächlich durch radioaktive Umweltverschmutzung, welche durch bekannte Havarien bzw. Katastrophen von Kernkraftanlagen verursacht wurden. Auch österreichische Gebiete sind bis heute noch durch die lange Halbwertszeit des radioaktiven Caesium-137 aufgrund des Reaktorunfalls in Tschernobyl von 1986 belastet. Dabei frei gewordenes radioaktives Caesium gelangte durch Luft und Wasser in Äcker, Waldböden, Pflanzen sowie in das Grundwasser. Durch seine flüchtige Eigenschaft wurden sehr weitläufig große Flächen kontaminiert.

Die Verbreitung der Kontamination ist ein Kreislauf. Belastete Pflanzen werden von Nutztieren gefressen, welche somit die Radioaktivität aufnehmen. Daher befindet sich das Isotop vor allem in Fleisch, Fisch, Meerestieren sowie Blattpflanzen und Pilzen, die wiederum vom Menschen verzehrt werden. Besonders Schwarzwild kann hohe Cäsium-137 Gehalte aufweisen, wobei auch starke Unterschiede in Abhängigkeit von der Jahreszeit und dem entsprechenden Äsungsverhalten des Wilds festzustellen sind.

Aluminium

Aluminium ist das am meisten vorkommende metallische Element, welches in gebundener Form in der Erdkruste auftritt. Im menschlichen Körper befinden sich ca. 50 bis 150 Milligramm Aluminium in ionischer Form. Diese verteilen sich ungefähr zu 50 % auf das Lungengewebe, zu 25 % auf die Weichteile und zu weiteren 25 % auf die Knochen. Aluminium ist damit ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Auch in der Flora tritt Aluminium in Form von Salzen auf, häufig in Verbindung mit saurem Regen.

 

Da Aluminium in schwer wasserlöslichen Verbindungen vorliegt, nimmt der Mensch natürlicherweise nur sehr kleine Aluminiummengen auf. Die Problematik ist heutzutage dort angesiedelt, dass Aluminium sehr häufig und in unterschiedlichsten Bereichen, wie in der Kosmetik, Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie, Arzneimittel u. a., eingesetzt wird und wir dadurch öfter als uns gut tut damit in Kontakt kommen. Die Gefahr einer Aufnahme von Aluminium in den Organismus ist besonders dann gegeben, wenn die Resorptionsbarrieren umgangen werden, oder wenn die Ausscheidung über die entsprechenden Stoffwechselwege vermindert oder gar gestört ist. Das bedeutet: Kommt es zu akuten Infektionen oder chronischen Erkrankungen, kann die natürliche Barriere zwischen Blut und Gewebe wie Knochen, Gehirn, Darm durchbrochen sein und eine Anreicherung im Gewebe erfolgen.